Bulgarien 2010 oder (frei nach Torfrock) „Kommst du in ein fremdes Land, beklau sie und verhau sie!"
Am 19.09.10 war es endlich wieder soweit, unsere Clubtour (bei Schotten sagt man Klapptour) nach Bulgarien stand an.
Da meine Schwägerin kurz zuvor ziemlich alt geworden war und wir diesen Ehrentag vorher natürlich noch preisen mussten, kamen der Manni (vom falschen Verein) und ich schon in der richtigen Stimmung an der Hütte an. Wir hatten beschlossen, dass wir uns zeitig treffen wollten, da sonst wohlmöglich nicht genug Zeit gewesen wäre, sich einen Urlaubsstartschwipps anzutrinken. So konnten wir um 2.00 Uhr schon die komplette Reisegruppe „ Wir sind uns mal wieder nicht einig“ begrüßen. Diese bestand aus: dem König nebst Königin, des Königs Schwester, den Experten, Oma Sigi, Magic Malte, KDS, Lui und dem schottischen Peter, Benno und Claudia, Dieter, Pilsken mit Zimmergenossen Siggi (das Auge) D., sowie dem Manni (vom falschen Verein) und der Tüsel, also mir. Der Busfahrer, der uns zum Flughafen bringen sollte, war glücklicherweise auch schon statt um 03.30 Uhr um 02.30 Uhr in der Hütte, sodass er genügend Zeit hatte, sich ein Bild davon zumachen, was ihn auf der Fahrt erwarten würde.
Nachdem diverse Biere getrunken, Wodka- und Weinbrandflaschen geleert, geknobelt und Lieder gesungen wurden, konnte es endlich losgehen.
Da so eine Fahrt nach Düsseldorf auch sehr lang werden kann, besorgten wir noch schnell ne Flasche Wodka und 2 Kisten Fiege an der Tanke und dann gings aber auch wirklich los. Bei diversen Gesängen fuhren wir zügig bis Essen. Da der Fahrer nicht wollte, dass sein Bus verunreinigt wurde, hielt er lieber doch auf dem Standstreifen, da der Ruf nach einer Pinkelpause immer lauter wurde. Danach fuhren wir aber direkt zum Flughafen.
Am Flughafen organisierte ich noch die letzten Tickets und unsere Reisegruppe stellte sich danach als erste an 2 von 4 Schaltern an. Dummerweise waren es die 2 Schalter, die vorsichtshalber nicht geöffnet wurden. Aber egal, mit ein wenig Gedrängel und dem ein oder anderen Bestechungs-Fiege, ging es auch so schnell und die Großen unter uns bekamen einen Platz auf dem Schleudersitz!
Bis zum Boarding vertrieben wir uns die Zeit mit Fiege, der ein oder anderen Kippe und dusseligem Gequatsche. Siggi (das Auge) D. zog es allerdings vor, einer Gruppe älterer Frauen unser Motto für die Fahrt „ Wir sollten aufhörn weniger zu trinken“, vorzusingen. Irgendwann machten wir uns dann auf den Weg zur Kontrolle. Malte hatte diesmal kein Feuerzeugbenzin in der Tasche, dafür überschritt Siggi (das Auge) D. eindeutig das Maß an der zulässigen Menge von Flüssigkeiten. Der Beamte zögerte nicht lange und Siggi (das Auge) D. hatte keine Zahnpasta, kein Mundwasser und kein, man lese genau, kein PENISDUSCHGEL mehr. Leider konnte ich bis heute nicht in Erfahrung bringen, ob es sich dabei um Duschgel in einer Flasche in Penisform, oder aber um ein spezielles Reinigungsmittel für „Untenrum“, gehandelt hat. Naja, ich dachte jetzt hätten wir es geschafft, aber wir mussten ja nochmals an Grenzbeamten vorbei, die auch noch den Ausweis sehen wollten. Damit konnte man aber auch wirklich nicht rechnen. Malte tat das erst recht nicht und hatte seinen Ausweis vorsichtshalber schon mal gut verstaut. Wusste allerdings auch nicht mehr wo. Da wir aber gerne vollständig im Flugzeug ankommen wollten, das Ziel hat ja nicht jeder VfL Fanclub, griff der Manni (vom falschen Verein) helfend ein. Irgendwann war der Ausweis wieder da. Der Grenzbeamte gab noch mal den Tipp, jetzt das Trinken einzustellen, da das einige Fluglinien nicht befürworten würden. Glücklich, auch Magic Malte im Flieger zu wissen, bedankte sich Manni artig und wünscht dem Grenzer, fürsorglich wie Manni (vom falschen Verein) eben ist, morgens um 7.00 Uhr einen schönen Abend noch. So ist er halt ;-) !
Im Flugzeug war aber auch wirklich gar nichts los. Es war eng, warm und langweilig. Fast die ganze Reisegruppe pennte. Ich beschloss Siggi (das Auge) D. zu wecken. Hätte ich das besser gelassen, aber nein! Nun musste ich mit ihm ekelig warmen und extrem süßen Sekt trinken. Danke Siggi (das Auge) D. für diesen sofortigen Schädel!
Irgendwann, um 11. 00 Uhr oder so, waren wir dann am Hotel. Rasch bezogen wir die Zimmer, dekorierten unsere Balkone mit (mehr oder auch weniger) hübschen Fahnen und trafen uns dann wieder an der Poolbar. Claudia, Lui, Pilsken und sein Zimmergenosse planschten im eisigkalten Pool, aber wenigstens hatten 2 der Herren die Weste noch an, sodass sie nicht frieren mussten. Die anderen nahmen derweil weiterhin flüssige und wohl auch feste Nahrung zu sich. Da in Bulgarien die Uhren, aus politischen Gründen, eine Stunde vorgehen, machten wir uns langsam auf den Weg in den Funny Pub, um Fußball zu gucken. Auf dem Weg dorthin fand Malte auch den 1. von geschätzten 200 ManU bzw. England Artikeln. Malte war es auch, der es vorzog lieber das ManU Spiel, gemeinsam mit sehr vielen Tommies, anstelle der Bundesliga zu gucken.
Irgendwann gingen die Ersten weiter in die nächste Pinte, andere gingen zurück zum Hotel. Nur Dieter, KDS, Lui, Manni (vom falschen Verein) und ich guckten noch das letzte Spiel des Tages. Dabei spielten gleich 2 falsche Vereine gegeneinander. Beim 1. Tor (abseits) sprang der Manni wie ein irrer Flummi zwischen den Engländern im Nachbarraum rum. Diese waren doch ziemlich irritiert und unsere Lieblingsbedienung dieses Urlaubs gab Manni den Tipp, den Alkohol doch jetzt mal wegzulassen. Irgendwie kam mir der Tipp doch bekannt vor. Egal, er wurde ja eh ignoriert. Nach dem Spiel tranken wir noch ein paar Bier mit einem Schwaben und gingen dann zurück ins Hotel. Dort fand ich den Rest meines Clubs nicht an der Poolbar, skandallöserweise saßen dort völlig fremde Menschen, sondern im Liegestuhlkreis am Pool. Aber auch da schmeckten Wodka, Bier und Rotwein. Dabei wurden noch hoch intellektuelle Gespräche geführt, wobei ich dann erfahren musste, dass wenn von dicken Spitzen die Rede ist, nicht unbedingt die verstorbenen Hunde von Fanclubmitgliedern gemeint sein müssen. Nach und nach verabschiedeten sich alle ins Bett, nur Benno, Claudi, Manni (vom falschen Verein) und ich gingen noch auf nen Cocktail in die Bar. Claudia und ich genossen die Getränke in der Hollywoodschaukel, nur die Männer wurden schnell ziemlich quengelig, sodass wir es vorzogen um 4.00 Uh auch ins Bett zu gehen.
Am nächsten morgen waren tatsächlich alle schon um 9.00 Uhr beim Frühstück. Das sollte bis zum letzten Tag nie wieder passieren, gell Siggi (das Auge) D.!? Erstaunlich, dass auch er es zum Frühstück geschafft hatte, da er bestimmt keinen erholsamen Schlaf hatte. Wie uns sein Zimmergenosse berichtete, hatte es Siggi (das Auge) D. lediglich mit dem Kopf ins Bett geschafft, der Rest von ihm verbrachte die Nacht wohl vor dem Bett.
Pünktlich um 10.00 Uhr saßen wir dann an der Poolbar, man war schließlich schon ganz dehydriert. Nachdem wir den Flüssigkeitsmangel ausgeglichen hatten, ging erstmal ein Teil von uns an den Strand. Dort genossen wir die Sonne und das Wasser, das aber auch wirklich etwas wärmer hätte sein können. Zum Glück war die Strandbar nicht weit weg, wo man sich beim Bier in der Sonne wieder aufwärmen konnte. Kurzfristig machte ich mir doch tatsächlich Sorgen um KDS, weil ich dachte er sei abgesoffen. Zum Glück konnte mir die Königin helfen. Sie zeigte mir, dass sich ein KDS mit seinen hellen Haaren und einer Hautfarbe in gedämpften ferkelrosa als Boje tarnt und so im Wasser nicht auffällt. Der Schlingel!!!
KDS, Lui, Manni (vom falschen Verein) und ich, trockneten uns äußerlich und befeuchteten uns innerlich an der Strandbar, während Claudia, Oma Sigi, die Königin und die königliche Schwägerin sich in der Sonne aalten. Irgendwann wurde es den Damen aber zu windig und sie zogen ab ins Hotel. Die Strandbar-Fraktion machte sich derweil auf den Weg durch den Ort, um einen Bootsanleger Richtung Nessebar zu finden. Leider fanden wir ihn nicht, dafür fanden wir die ein oder andere Pinte. Bei so einer Hitze muss man aber auch wirklich ausreichend trinken. Irgendwann zogen Wolken auf und es fing an zu regnen. Ausgerechnet als wir eigentlich gar keinen Durst mehr hatten. Also lieber innen als außen nass werden, dachten wir uns und… zack war da schon wieder nen Pub. Wir hatten aber auch echt Glück. Der Regen war aber nicht von Dauer und so waren wir um 17.45 Uhr zurück im Hotel. Alle Dagebliebenen waren erstaunlich fit. So hatten wir das eigentlich nicht erwartet. VOR 5 JAHREN WÄRE DAS NICHT PASSIERT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Man wird halt älter, aber nie so alt, dass man nicht noch was dazu lernen könnte. So weiß ich jetzt, dass es wohl eine daheim gebliebene Ehefrau geben muss, die sich die Beinbehaarung mit einem Vertikutierer entfernt und der Ehemann nicht verstehen kann, wie man sich freiwillig solche Schmerzen zufügen kann. Das versteh ich auch nicht. Als der dazugehörige Mann mir erklären wollte, wie er seine Intimrasur vornimmt habe ich mich kurzfristig weggebeamt. Ich hoffe nur für Pilsken, dass er keine schlimmen Erlebnisse auf dem Hotelzimmer hatte!
Was solls. Mit oder ohne Behaarung gings dann, geduscht und auf jung getrimmt, zum Abendbrot. Am Buffet machte dann Siggi (das Auge) D. noch die Kniggepolizei und kommentierte den Teller eines jungen Mannes mit den Worten: „ Das willst Du doch nicht alles essen….Nimm doch noch mehr!“ Schließlich muss irgendeiner auch mal für Ordnung sorgen.
Nachdem wir alle satt geworden waren, trafen wir uns an der Poolbar, ätsch diesmal haben wir alle Plätze belegt, wieder. Zum Glück hatte Manni (vom falschen Verein) CDs mitgenommen, so dass wir endlich unsere Gesangskünste zum Besten geben konnten. Also wer „Rollo der Wikinger“, „Heute trinken wir richtig“ und „Dicke Titten“ noch nicht kannte, kennt es jetzt. Erstaunlicherweise hatten die ältesten Hotelgäste den größten Spaß mit und an uns!!! Um 22.30. Uhr machten wir uns auf den Weg in die Disco. Wer auf die Idee kam weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass es eine scheiß Idee war. An der Poollbar wollte die königliche Schwester gerne tanzen, aber keiner der Herren hatte da wirklich Bock drauf. Alle krallten sich an der Theke fest (außer Dieter und der schottische Peter). Da liegt es natürlich nah, den Abend in der Disco zu verbringen. Ja nee is klar! Die Disse in der wir gelandet sind war auch wirklich der Knaller. Elektromusik, die hören wir ja alle gerne, und neben unserer Reisegruppe, waren noch ca. 10 andere Gäste. („Nächstes Mal müssen wir eher los, damit wir auch als erste da sind“! Zitat Magic Malte) da. Lange blieben wir jedenfalls nicht. Draußen teilte sich Reisegruppe „Wir sind uns wieder nicht einig", die einen gingen direkt in den Funny Pub mit rockiger Live-Musik, die anderen suchten tatsächlich weiter nach ner Disco. Wären sie direkt mitgekommen, hätten sie auch sofort gute Mukke bei leckeren Getränken genießen können, aber wer nicht hören will….Egal, irgendwann waren wir wieder alle versammelt und feierten noch bis in die frühen Morgenstunden.
Der nächste Morgen fing für mich erst mit der Eröffnung der Poolbar an. KDS nahm tatsächlich den weiten Weg bis zur Lobbybar in Kauf, nur um noch nen Kaffe zu bekommen. Ich dagegen zog doch dann direkt nen Bier vor. Frühstück wird eh total überbewertet, gell Siggi (das Auge) D.!? ( Siggi, wenn Pilsken dir keins bringt, kommt Rührei nicht von alleine aufs Zimmer!!! Nur Mal so erwähnen will!)
Hätte ich geahnt, dass Reisegruppe „Wir sind uns wieder nicht einig“, sich diesmal gar nicht einig ist, ich wäre entweder liegen geblieben, oder direkt alleine mit dem Taxi gefahren! Also, es sollte nach Nessebar gehen. Es wollten nicht alle mit, aber die, die wollten, wollten angeblich um 11.00 Uhr los. Ja?? Warum??? Steht Nessebar um 12.00 Uhr nicht mehr? Werden um 13.00 Uhr die Geschäfte und Pubs zu gemachte? Ist es am 21.09.10 in Nessebar um 14.00 Uhr dunkel? Ist die Fahrt so weit, dass man so pünktlich los muss? Müssen gleich alle im Hotel bleiben, weil einige um 11.05 Uhr keine Lust mehr haben zu fahren? NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Natürlich sind wir eine Gruppe, dass heißt aber doch nicht, dass alle gleichzeitig das gleiche machen müssen. Ich wäre auch alleine mit Benno, Claudi, Magic Malte und Manni (vom Falschen Verein) gefahren. Sogar mit dem Bus. Meinetwegen hätten wir uns auch alle ein eigenes Taxi nehmen können, da wird man in Bulgarien nämlich nicht arm von. Ich wäre auch mit dem Schiff gefahren, wenn wir tags zuvor den Anleger gefunden hätten. Sogar mit dem irren Kutschpferd wäre ich gefahren. Alles wäre besser gewesen als so ein Theater! So, das musste hier auch erwähnt werden!!!
Lange Rede kurzer Sinn….irgendwann waren wir dann doch in Nessebar.
Malte ging mit Oma Sigi, Pilsken, dem Auge, den Experten und der königlichen Schwester auf große Shoppingtour. Den schottischen Peter, Benno und Claudia, Manni (vom falschen Verein) und mich, verschlug es in eine Fischerkneipe über dem Meer. Benno aß dort blauen Fisch, dass passte ja, und der schottische Peter bestellte mal ein Klappsandwich. Soviel Englisch versteht der gemeine Bulgare aber nicht und brachte ihm, frech weg, doch tatsächlich nen Clubsandwich. Manni aß Pommes und ich nen Hefeteilchen! Danach schlenderten wir noch durch Nessebar und shoppten mit dem Schotten, damit er seine Sonnenbrille nicht umsonst in der Reisetasche mitgenommen hatte. Gegen 16.00 Uhr trafen wir dann den Rest wieder. Magic Malte hat den ein oder anderen Schnapp gemacht, auch Oma Sigi und des Königs Schwester wurden fündig. Ich nicht, aber ich hatte ja auch nichts gesucht. Bei einem Getränk an unserem Treffpunkt resümierten wir den Tag. Siggi (das Auge) D. fand noch heraus, dass es ein Fanclubmitglied gibt, das es sogar schon zu einer eigenen Puppe bei der Augsburger Puppenkiste gebracht hatte. Sorry Siggi (das Auge) D., das war nicht charmant……..,aber witzig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Zurück am Hotel war Körperpflege angesagt (bei einigen wohl nur obenrum) und dann machten wir uns auf den Weg zum Spanferkelessen. Das Essen war super und der Wirt mächtig großzügig. Es gab div. Runden. Gemeinsam mit dem Wirt tanzten wir auf den Tischen, mit Schrubbern und strippten. Wenigstens hat Siggi (das Auge) D. soviel Kinderstube, dass er sich die Schuhe auszieht, bevor er auf den Stuhl klettert ;-)! Manni (vom Falschen Verein) hatte kurzzeitig etwas Angst, da ihm ein weibliches, nicht von ihm geehelichtes, Fanclubmitglied an die Hose wollte. Aber ich glaube, er hat sich tapfer gewehrt. Es war eine schöne Party. Viel Spaß, viel Essen, viel Bier und Schnaps und das für 170€ bei 16 Personen. Cool. Warum gibts das bei uns nicht? Danach sind wir alle Mann mal wieder in unseren Lieblingspub. Auf dem Weg dorthin versuchten sich zwei Tommys am Boxautomat. Leider kam Claudia ihnen dazwischen, die einfach im vorbeigehen drauf boxte. Wahrscheinlich stehen die Beiden heute noch da und überlegen, was passiert ist! Scheiß Krauts aber auch! Diesmal machten wir uns im Biergarten des Funnypubs breit. Ganz schön kalt. Aber für gute Musik und gute Cocktails tut man ja alles. Irgendwann war unser Stammplatz an der Theke frei, und wir zogen um. Endlich näher an der Cocktailbar und der dauerhaften Happyhour. Keine Ahnung wann genau wir ins Hotel sind, ich weiß nur, dass ich mal wieder bei den Letzten war!
Schon beim Augen aufmachen war mir klar, dass das nicht mein bester Urlaubstag werden würde. Das Frühstück hatte ich mal wieder verschlafen, aber da war ich ja in guter Gesellschaft. Als auch ich endlich bei den Anderen ankam, vertrieben diese sich schon die Zeit mit Karten zocken und diversen, mehr oder weniger alkoholhaltigen Getränken. Ich stieg auch direkt mit nem Hefeteilchen ein, machte mich strandfein und zog mit dem königlichen Paar, deren Verwandtschaft, Oma Sigi, KDS, Lui, Benno und Claudia, sowie Manni (vom falschen Verein) zum Strand. Dort bot sich dann das übliche Bild. Wir lagen in der Sonne, kämpften mit den Handtüchern im Wind und planschten natürlich im Wasser. Selbst der Monarch begab sich ins Wasser. Die gelbe Flagge wehte und es war wirklich ziemlich windig. Das nahm der Strandwächter zum Anlass, doch recht zeitig seine Pfeife zu benutzen. Ist ja eigentlich auch nicht ganz falsch, aber was er dann tat war nun wirklich unverschämt!
Oma Sigi, die königliche Schwester und ich erhoben uns von Liege und Handtuch…..
Wir hatten gerade mal die Füße im Wasser und…… der Oberaufseher pfiff..Warum?
Hatte er Angst, dass wir einen Tsunamie auslösen, oder befürchtete er uns dicke Tanten (die königliche Schwester mal ausgenommen) retten zu müssen? Man weiß es nicht genau. Eine Frechheit jedenfalls!!! Meine Lust am Schwimmen war somit arg gedämpft und ich ging zeitig, und natürlich beleidigt, zum Trocknen an die Strandbar. Dort war ich nicht alleine. Die Herren waren natürlich alle schon da. Der König plante derweil die nächste Clubklappfahrt. Da er und Siggi (das Auge) D. ja einen Bootsführerschein hätten, wolle er mit uns ne Bootstour machen. Hiiiiiilfe! Ich fahr nicht mit. Das kann ja gar nicht gut gehen. Egal, ist ja (hoffentlich) erstmal nur ein Gedanke gewesen!
Gegen Nachmittag waren wir dann wieder am Hotel. Dort trafen wir dann auch den Rest wieder. Einige saßen an der Bar, einige lagen, mit oder ohne Hose, in der Sonne. Siggi (das Auge) D. war mittlerweile auch wieder wach und konnte es nicht mehr länger mit ansehen (Die Animateure des Hotels hatten wirklich einen langweiligen Job. Morgens an der Bar sitzen und Orangen fressen, mittags mal die Gäste mit Äpfel bewerfen, welche diese dann mit ner Gabel fangen sollten, nachmittags die Kniffelergebnisse gelangweilter Rentner aufschreiben und abends die Gäste zum Karaoke oder Bingo nötigen). Siggi hatte also Mitleid und ging die Animateure animieren. Spätestens als er sie zum Hampelmann aufforderte, waren sie genervt bis verärgert. Warum? Er wollte doch nur helfen und nett sein! Nun gut.
Da ja nun mal englische Wochen waren, mussten wir schon wieder zum Fußballgucken. Dieses mal in einer bayrischen Pinte. Das Essen dort war lecker, aber das Bild der Fußballübertragung war kacke. So zog es ein Teil von uns vor, in unseren bewährten Pub zu wechseln. Mir ging es derweil so elend, dass ich es vorzog direkt ins Bett zu gehen und auf das VfL Spiel zu verzichten. Was der Rest des Trupps so tat kann ich also nicht mehr dokumentieren. Ich für meinen Teil war auf dem Zimmer und starb ganz für mich allein. Nie wieder wollte ich trinken und überhaupt. Ich guckte viele dusselige Sendungen im Fernsehen und starb noch ein bisschen mehr. Irgendwann kam dann auch der Manni (vom falschen Verein) und der nächste Urlaubstag war um!
Am nächsten Tag war dann auch ich mal wieder zum Frühstück wach. Gut gestärkt und mit einem Bier für unterwegs, ging ich dann mit Manni (vom falschenVerein), Lui, dem königlichen Paar und der königlichen Verwandtschaft durch den Ort. Ziel war das Evrika Hotel, indem ich 2009 residierte. Auf dem Weg dorthin gab es wieder einige Pausen in den unterschiedlichsten Bars. Das Wetter war sonnig, aber nun auch wieder nicht so heiß. Mein Feuerzeug wusste das scheinbar nicht und explodierte in einer Bar völlig unmotiviert, wobei es fast das königliche Gemächt weg schoss. Ist aber alles gut gegangen und es kann weiterhin noch kleine Prinzen geben. Davon aber völlig unbeeindruckt gingen wir weiter. Da der König es in der Bar vorgezogen hatte ERDBEERMILCH zu trinken, fühlten sich Leber und Darm doch etwas verarscht und rächten sich. Der König wiederum rächte sich, indem er eine Restauranttoilette für Asthmatiker sofort unbenutzbar machte. So gings dann weiter zum Evrika. Dort pausierten wir noch etwas und irgendwann fuhren wir dann mit der örtlichen Weihnachtsmarktbimmelbahn zurück. Der König wollte endlich auch mal das Hinterland kennen lernen. Kultur ist ja schließlich auch wichtig!!!
Hatten wir vorher noch keine Bandscheibenvorfälle, so war das jetzt anders. Der Fahrer war scheinbar doch irgendwie mit dem irren Kutschpferd verwandt. Was solls, wir hatten den Rückweg irgendwie überlebt. Zurück am Hotel trafen wir auch die Nessebarbesucher und die Poolschwimmer wieder. Dort bekam dann der Experte noch eine Physikstunde und Malte erklärte ihm, dass Hotelzimmer Türen nur gut verschlossen sind, wenn man sie vor dem Abschließen auch einschnappen lässt!
Dann aber schlug die Stunde des Siggi (das Auge) D. Vor einiger Zeit hatte besagter Herr eine Wette gegen die Damen des Clubs verloren („Was sollen wir trinken“ singt nun mal nicht Roland Kaiser). Einsatz war, einen Tag im Hasenkostüm zu verbringen.
Die Expertin war im heimischen Kleingartenverein fündig geworden (selbst der legendäre Herr B. trägt es regelmäßig zu Ostern) und brachte das Kostüm mit nach Bulgarien. Pünktlich zum Abendbrot war Siggi (das Auge) D. entsprechend gestylt (Zitat Malte: „ Kommt runter, der Siggi hat das Hasenkostüm an. Das schlimme ist, es steht ihm auch noch). Ich allerdings fand, dass das der traurigste Hase war, den ich je im Leben gesehen hatte.
Beim Weg durch die Anlage zog er wirklich alle Blicke auf sich. Es gab viel Gelächter bei den anderen Hotelgästen. Wobei ich nicht immer weiß, ob es Schadenfreude, oder doch eher Mitleid war. Zum Abendbrot gab es für ihn jedenfalls nen lecker Möhrensalat. Das musste aber auch wirklich reichen. Ich hätte es allerdings gerne gesehen, wenn er auch noch Eier verteilt hätte. Naja, man kann halt nicht alles haben. Ich hätte auch gerne einen Zug durch die Gemeinde mit ihm gemacht, aber das haben wir ihm dann doch netterweise erspart. Warum eigentlich? Wir sind sonst auch nicht nett…..
Nach ein paar Stunden durfte er es schon wieder ausziehen, da sein Kopf vor lauter Hitze noch farbiger war als sonst. Schon wieder waren wir nett, denn eigentlich hätte er das Kostüm den ganzen Tag tragen müssen. Wir mussten wirklich einen besonders guten Tag gehabt habe. Jedenfalls verbrachten wir den Abend am Pool. Beschallten alle mit unserer Musik und unseren Gesängen und gingen dann ziemlich zeitig schlafen. Im Bett dachte ich kurzfristig, dass Manni (vom falschen Verein) stirbt. Dem war aber nicht so. Er war für die Geräusche gar nicht verantwortlich. Diese Töne kamen aus dem Nachbarzimmer. Der schottische Peter holzt wohl den Sherwood Forest ab. Wohl noch mehr als sonst. Lag es an den 4-6 Pumpamaß, oder war er erkältet? Ich glaube Letzteres wars wohl nicht! Jetzt endlich wusste ich, warum Lui nachts nicht schlafen konnte.
Nach einem (ziemlich) gemeinschaftlichen Frühstück ging die große Shopperei los. Magic Malte kaufte die Xten ManU Artikel, Pilsken Shirts einer bekannten Band, der König ca. 60 Fußballpins und 10-15 Fußballtassen. Der schottische Peter war auch im Pinwahn und kauft ungefähr genauso viele. Manni (vom falschen Verein) feilschte als kapitalistischer Deutscher um 2 bulgarische Leva und erstand so ein Deutschlandtrikot. Sigi (das Auge) D. kaufte seiner Frau endlich mal ne Tasche. (Bekommt die eigentlich auch mal was anderes?) Ach was solls. Ich jedenfalls kaufte nichts!
Nach der dollen Einkaufstour ging das übliche Programm am Pool weiter. Karten zocken, das ein oder andere Getränk zu sich nehmen…. Irgendwann machten wir noch nen Nickerchen, schließlich wollten wir abends fit sein, denn der königliche Geburtstag stand ja noch an. Ausgeschlafen gingen wir diesmal ein Restaurant weiter, um dort zu dinieren. Leider war es dort nicht so gut wie im ersten. Die Stimmung war blöd, die Besitzer waren auch ca. 30 Jahre älter, als die beim ersten Mal. Die Musik war kacke, das Essen auch nicht besonders lecker, aber am allerschlimmsten war, der Wirt war geizig. Noch nicht mal nen Verdauungsschnaps gabs. Skandal! Also nichts wie weg und schnell in den Funny Pub. Dort guckten wir mal wieder Fußball und danach gabs wieder geilen Live Rock, gesungen von einer Frau mit richtig Rotz in der Stimme. Geil wars. Dann war es soweit, der König wurde ein Jahr älter. Es gab ein Ständchen von uns und der Band. Genau genommen gab es sogar zwei, da die Band schon um 23.40 Uhr ihr Lied anstimmte. Egal, wir sangen mit, gratulierten aber noch nicht. Bringt Unglück und so. Um 0.00 Uhr wurde dann aber geherzt und gebusselt. Der König sah mit Krone aber auch fast so gut aus, wie der Hase am Vortag. Auch unsere Lieblingsbedienung hatte ein hübsches Papphütchen für ihn. Eigentlich wollte sie ihm auch noch „Birthday Boy“ auf die Stirn schreiben, aber das ging nicht. War die Stirn so fettig, oder aber war es Angstschweiß? Man weiß es nicht genau. Nach der Geburtstagsrunde brachen dann alle hektisch auf. Warum weiß ich bis heute nicht. Die Königin und Claudia mussten sogar ihre Cocktails stehen lassen. Weiß auch nicht, was da los war. Ich habe dabei jedenfalls nicht mitgemacht. KDS, Manni (vom falschen Verein) und ich blieben noch die ein oder andere Stunde. Irgendwann sind wir dann aber auch wieder ins Hotel zurück. Ich natürlich ohne Jacke. Die ist nun auch komplett weg. Originale Markenartikel sind in Bulgarien selten und werden somit wohl auch nicht abgegeben. Möge der, der sie mitgenommen hat, an den in der Tasche befindlichen Billigparacetamol aus Bulgarien doof werden!
So, der letzte Morgen war da. Der König hatte seinen eigenen Geburtstagstisch, sogar mit Torte vom Hotel. Alle waren pünktlich unten, nur der königliche Herrscher nicht. Heul… ich hätte auch gerne noch geschlafen. Irgendwann kam der Regent aber auch. Nette Geschenke bekam er von uns und natürlich auch noch mal ein Ständchen. Der Kerzenplüschhut stand ihm übrigens besonders gut. Wir frühstückten gemütlich und dabei erfuhr ich, dass Pilsken und sein Zimmergenosse einer ganz heißen Sache auf der Spur waren! Dem Sockensyndikat. Es gab nämlich nur in Nessebar welche! Am ganzen Sonnenstrand wurden Socken scheinbar unter der Ladentheke gehandelt. Ja nee, is klar. Siggi (das Auge) D., wofür hast du denn mehr Auge als andere? JEDER 2. STAND VERKAUFT SOCKEN! Ich habe ganze 2 Minuten gebraucht, um dir und Pilsken ein Paar Socken zu besorgen. Also, wer Augen hat, der sehe!
Der letzte Tag plätscherte so dahin. Leider war es wieder sehr windig, sodass wir nicht mehr Bananaboot fahren konnten. So kaufte der König noch mehr Pins, der schottische Peter auch. Die Königin besorgte Schals als Mitbringsel, Manni (vom falschen Verein) noch nen Trikot und Malte bestimmt was von ManU. Ich kaufte wie immer nichts. Ob Pilsken und Siggi (das Auge) D. noch Socken kauften, ist mir nicht bekannt. Syndikat… geheim und so…..!
Nach dem Abendessen war Koffer packen und Dösen angesagt. Da wir um 2.20 Uhr abgeholt werden sollten, trafen wir uns um 23.00 Uhr an der Lobbybar wieder. Dort tranken wir noch diverse Getränke, spielten Rage, lasen, oder redeten dusselige Dinge. Um 1.30 Uhr fuhren die ersten Leute mit dem Taxi, da sie ja wieder den Platz auf dem Schleudersitz brauchten. Aber auch der Rest von uns wurde pünktlich abgeholt und wir waren zeitig am Flughafen. Dort konnten wir noch erleben, wie der Experte fast seine Hose verlor. Mal ehrlich Reinhard, die Buxe ist dir ohne Gürtel mindestens 3 Nummern zu groß! Leider hatte in dem Moment keiner nen Fotoapparat bereit. Schade!
Im Flughafen trafen wir auch unsere Vorhut wieder und wir gingen gemeinsam auf die Raucher-Dachterasse! Um 04.30 Uhr war endlich Boarding. Im Flugzeug war es noch langweiliger als auf dem Hinflug. Diesmal beschloss auch ich, zu schlafen.
Da wir wohl viel Rückenwind hatten, waren wir schon um 06.30 in Düsseldorf. Kurzfristig hatte ein Grenzer wohl Angst, oder wie soll ich Worte : „Oh Gott, seid ihr alle aus Bochum?“ deuten? Lui hatte vorsichtshalber nicht seinen, sondern den Koffer vom schottischen Peter genommen. Bestimmt war er scharf auf die ganzen Pins!
Sonst lief alles reibungslos. Unser Bus wartete schon auf uns. Leider war es nicht der Fahrer der Hinfahrt, sondern ein knötteriger, alter Sack. Egal. Gegen 07.45 Uhr waren Manni (vom falschen Verein) und ich am Bahnhof. Dort sammelte uns dann der weltbeste Papa ein und brachte uns nach Hause. Zu Hause musste ich noch kurz gucken, ob Fiege immer noch das beste Pils hat und dann gings zum Pennen ins Bett.
So, das wars. Ich danke der ganzen Reisegruppe „Wir sind uns wieder nicht einig“ für diese geile Fahrt. Ich freu mich schon auf die Nächste, gerne auch vor 2015! Vielleicht aber nicht unbedingt auf nem Schiff mit Siggi (das Auge) D. und König als Kapitän! Dann muss ich, glaube ich, Angst haben.
Abschließend muss ich feststellen, dass wir in den letzten 5 Jahren doch arg gealtert sind. Damals haben wir die ganze Fahrt besser verpackt. Aber was macht das schon. Es war trotzdem genial, auch wenn wir diesmal mit diversen Blessuren nach Hause gekommen sind:
1. Siggi D. Gedächtnishusten
2. schmerzende Knie
3. dicke Füße
4. Heiserkeit
5. schlimme Augen
6. Durchfall von zuviel Käse
7. Durchfall von Wasser ohne Gas
8. Durchfall vom ungesundem Leben
9. Parkbanksyndrome am Hintern
Also früher waren wir fitter, aber wir hatten genauso viel Spaß. Schön wars halt. Bis demnächst. Ich freu mich auf unsere Weihnachtsfeier mit den besten Bildern und Filmen aus Bulgarien.
So long! Tüsel
P.S. Dank an alle Ostler... den Experten für Planung und Organisation..dem König für die vielen Siggi (das Auge) D.- Anekdoten, dem Siggi für die königlichen Anekdoten, dem Malte dafür, dass wir endlich wieder miteinander sprechen und lachen können, der Oma Siggi für meine tägliche Kuscheleinheit und natürlich allen anderen für Spaß, Stimmung und gute Laune.
Danke, dass ihr alle so seid, wie ihr seid.