SOMMERPAUSE

 

Auswärtsfahrt nach Karlsruhe/Stuttgart vom 21.-23. Oktober 2011

 

Am Freitag um 11.30 Uhr Start des Sextetts König, Stange, Sigi, Pilsken,

Andre und meine Wenigkeit von der Autovermittlung Avis an der Dorstener

Straße zu unserer „Wellness-Tour“ nach Baden-Württemberg mit einem

getarnten Wiesbadener Kennzeichen.

Nach der der ersten Pinkelpause haben Stange, Sigi und Andre ihre Liebe zum

Skat entdeckt mit mir als stillem Beobachter (Skat ist als Disziplin bei den

Highland-Games noch nicht anerkannt).

Interessant wurde es bei unserem letzten Raststopp vor Karlsruhe. Einem

Polizistenpärchen aus dem Ländle waren unsere Kutten wohl nicht ganz

geheuer und man verlangte unsere Personalausweise. Unser jüngstes

Fanclubmitglied war allerdings ohne Identität unterwegs. Aber die netten

Polizisten hatten ein Einsehen mit ihm und er durfte die Weiterfahrt nach

Karlsruhe mit uns antreten.

Am Wildparkstadion wurden wir auf den Gästeparkplatz vor Block E1

geleitet mit einer weiteren Ausweiskontrolle des Fahrers. Viel Gästefahrzeuge

waren allerdings nicht zu sehen. Dann erfolgte eine intensive Einlasskontrolle,

die Sigis Bürste nicht überstanden hat (Kämmen verboten!!). Das Corpus Delicti

mußte zur Aufbewahrung bis Spielende hinterlegt werden.

Im Stadioninnern angekommen verspürte man den Spirit der Sechzigerjahre.

Die Toilettenanlage erinnerte doch stark an das altehrwürdige Schloss

Strünkede in Herne. Mal was anderes als die Betonklötze, die man heutzutage

irgendwo auf die grüne Wiese hinpflastert. Nach einem kleinen Snack mit

Bratwurst, Feuerwurst oder Butterbrezel ging es den Aufstieg zu Block E1

hinauf. Nichts für Asthmageplagte Leute wir mich. Im Gästeblock brauchte

sich niemand über Platzangst zu beklagen. Es war reichlich Platz für die

wenigen VfL-Fans vorhanden.

Das Spiel endete dann mit einem torlosen Remis, weil sich beide im Auslassen

bester Torchancen überboten haben.

Nach der Nullnummer ging es wieder zum Parkplatz, wo wir auf das OK der

örtlichen Polizei gewartet haben, diesen wieder verlassen zu können. Im letzten

Moment ist Sigi noch eingefallen, dass sein Kämmgerät noch im Stadion

schlummerte. Somit stand der Haarpflege nichts mehr im Wege.

Nach einer guten Stunde haben wir die „Tunnelstadt“ Stuttgart erreicht. Kein

Wunder, dass die nicht auch noch einen untertunnelten Hauptbahnhof haben

wollen, wo doch die halbe Stadt schon untertunnelt ist.

Um 21:45 wurde das Hotel Köhler erreicht. Die Wände in der Lobby waren

reichlich mit Fanutensilien eines gewissenen Gelsenkirchener Vorortvereins,

spielend in einer Turnhalle, verschandelt, da der Besitzer ursprünglich aus

Bottrop stammt. Nach einigen Pils und Korn und einem kurzen Zimmercheck

ging es dann zur Gaststätte „Bonny and Clyde“, die mit einer ausgezeichneten

Küche aufwarten konnte. Danach noch Einkehr in eine nahe dem Hotel

gelegene Pinte. Gegen 4:30 Uhr dann ins Hotel zu einer kurzen Bettruhe.

Nach einem intensiven Frühstück, wo sich herausstellte, dass unser jüngstes

Mitglied nicht nur identitätslos, sondern mittlerweile auch ohne anerkannte

Zahlungsmittel unterwegs war, ging es mit der Straßenbahn in die

„Drehscheibe“ in Untertürkheim zum Treffen mit unseren Freunden der

Cannstatter Kurve.

Nach einigen Kaltgetränken haben wir dann die Location gewechselt. Bergauf,

vorbei an Weinbergen ging es ins gemütliche Stübchen, wo wir zunächst das

Auswärtsspiel des VfB in Nürnberg verfolgt haben. Um der Flüssignahrung

auch mal feste hinzufügen zu können, sind wir in ein nettes Restaurant am

Bahnhof Untertürkheim eingekehrt, um genügend Unterlagen für die nächsten

Stunden zu bekommen.

Danach ging es wieder bergauf ins nette Stübchen zum Verzehr von Gerstensaft

und anderen Leckereien, u.a. einem seltsam schmeckenden Waldmeisterschnaps,

der dutzendfach gereicht wurde. Gegen 0:30 Uhr haben sich König, Sigi und

ich Richtung Hotel verabschiedet. Unser Mitglied aus dem Münsterland hatte

sich bereits vorher zwecks Matratzenhorchen abgemeldet, Pilsken und Stange

haben die angenehme Atmosphäre dort noch etwas länger genossen.

Beim Frühstück wurden wir überraschenderweise von Uwe von der Cannstatter

Kurve besucht, der, mittlerweile komplett abgebrannt, seine Taxifahrt nicht

mehr bezahlen konnte und ausgelöst werden mußte.

Danach ging es auf Heimtour, dachten wir zumindest. Als wir schon einen der

zahlreichen Tunnel durchquert hatten, fiel Pilsken ein, dass die Wagenpapiere

noch friedlich in der Schublade des Hotelzimmers liegen. Also Retoure zum

Hotel Köhler. Dort stellte sich heraus, dass Sigi in der Schublade auch seine

Hausschlüssel vergessen hatte. Das hätte fast ein böses Erwachen gegeben...

Nach einem Entwässerungsstopp in Hessen ging es zum Autohof nach Wilsdorf

zu einem leckeren Mittagessen mit Schweinerückensteak, Lasagne und Leber.

Nach einer weiteren guten Stunde sind wir um 17:30 Uhr wieder am Hbf in

der Heimatstadt des VfL nach einem ereignisreichen Wochenende angekommen.

Vielen Dank meinen Mitfahrern König, Pilsken, Stange, Andre und Sigi für

ein gelungenes Wochenende. Ein besonderer Dank an König, der uns sicher und

problemlos chauffiert hat sowie an die Truppe der Cannstatter Kurve, die auch

viel zu einer unbeschwerten Zeit beigetragen hat.

 

Schotti