Fanclubfahrt nach Hamburg vom 11.-12. Februar 2012
Leider haben wir vor unserer Fahrt vom Tod des Vaters von Andre
erfahren müssen, der einem Herzinfarkt erlegen ist. Wir wünschen ihm
und seiner Familie viel Kraft in den nächsten schweren Tagen und
sprechen ihm hiermit im Namen des gesamten Fanclubs unser tiefstes
Mitgefühl aus.
Um 8:21 Uhr am Samstagmorgen bin ich in der Nachbarstadt des VfL,
in der die Leute immer so komische Faschingskostüme in den Farben
der Biene Maja tragen, in den ICE 2212 Richtung Hamburg Hbf gestiegen
und konnte Jürgen, Pilsken, Lui, Michael W., die Experten,
„die Sigi“, Sigi D. Und Stange begrüßen.
Während der Hinfahrt war ein stilles Örtchen, gedacht zum Abführen
bestimmter Flüssigkeiten, besonders bei unserem Leid geplagten Kollegen
aus Wanne-Eickel heiß begehrt.
Nach der Ankunft in HH Hbf. sind wir nach einer kurzen Fahrt mit der
S-Bahn bis zur Station „Reeperbahn“ nach einem kleinen Fußmarsch
im AO Hostel Hotel angekommen, wo wir auf etliche andere Fans
unseres Lieblingsvereins trafen.
Nach dem Check-In trennten sich zum Teil die Wege. Mit einer Siebenergruppe
kehrten wir zuerst in die sehr empfehlenswerte Gaststätte
„Schweinsken“ ein, wo wir leckere Schnitzel und andere Köstlichkeiten
zu erschwinglichen Preisen genossen.
Frisch gestärkt ging es weiter zur Kultkneipe auf St. Pauli neben dem
Hotel Austria. Nach einigen Astra und „Mexikanern“ trennte sich
sich die Gruppe unserer 7 zunächst wieder.
König, Pilsken, Lui und der Verfasser fuhren zur gemütlichen Kneipe
„Kuddl“ mit der netten Wirtin Ute.
Pilsken und ich haben sofort die Liebe zu einem lebhaften und
liebenswerten Vierbeiner entdeckt, der uns zu seinen Spielkameraden
erkoren hatte. König hat noch seinen alten Kumpel Thomas von den
Rothosen wieder getroffen, dann ging es mit dem Taxi wieder zurück.
Ich konnte es gar nicht erwarten, meine anderen Kollegen wieder zu
sehen, also habe ich das Taxi eher fliegend denn auf normale Weise
verlassen. Plötzlich fand ich mich langgestreckt auf Hamburger Boden
wieder und lag Lui zu Füßen. Bis auf eine leichte Verunreinigung der Jeans
gab es zum Glück keine nennenswerten Blessuren. Schotten sollten besser
nicht fliegen, das bekommt ihnen nicht so gut.
Wahrscheinlich hat mir nur ein Bewohner dieses komischen, südlich von
Schottland gelegenen Landes, aus dem auch David Beckham kommt, und
die Probleme beim Verwandeln von Strafstössen vom 11-m-Punkt haben,
ein Bein gestellt.
Später war eine Treppe im Irish Pub zu hoch für unseren Leid geprüften
Kollegen aus dem Herner Vorort, was zu einem RTW-Einsatz mit
anschließendem Vernähen der Wunde im Krankenhaus führte. Gute
Besserung an den anderen Hundeliebhaber.
Gerüchten zufolge soll es zu später Stunde noch zu einem leichten
Aggressionsakt eines unserer Mitglieder gekommen sein.
Jürgen und ich haben uns nach dem Verzehr einer leckeren Currywurst
kurz nach dem Tageswechsel auf den Rückweg ins Hotel gemacht.
Zum Frühstück fanden sich nach und nach wieder alle unserer 10-er
Gruppe ein. Nach dem Abstellen der Reiseutensilien im Gepäckraum
ging es Richtung Millerntor. Zu Erwähnen wäre noch, dass unser
Michael bestens ausgerüstet für einen 1-wöchigen Urlaub war, zumindest
lies die Größe seines Gepäckstücks darauf schließen.
Vor dem Stadion gab es noch einmal ein Treffen mit Ute, wo vor allem
ein Kräuterlikör mit St.Pauli-Emblem der Renner war. Endlich vor dem
Gästebereich angekommen, hatte man den Eindruck, dass dieser wohl
zum 1. Mal ausverkauft wäre, da der Einlass nur sehr schleppend voran
ging. Schließlich hatte man es doch noch bis ins Stadion geschafft. Also
zuerst noch in den Abort, wo mir sofort der „Duft der großen weiten Welt“
entgegenschlug und eine ABC-Schutzmaske angebracht gewesen wäre.
Gerade pünktlich zu Spielbeginn in Block N5 angekommen, galt es noch,
die gewöhnungsbedürftige Stahlrohrtribüne zu erklimmen, um meinen
Platz (Reihe 18, oberste Reihe) zu erreichen. Zum Glück konnte man da
auch stehen, denn die Sitze hatten bei dem nasskalten Wetter doch
irgendwie Eisschranktemperaturen.
Nach der doch etwas überraschenden Führung durch Azaouagh erfolgte
kurze Zeit später (natürlich wieder nach einem Standard) der Ausgleich
durch Schachten. Die 2. Hälfte konnte man aus VfL-Sicht getrost
vergessen. Kaum Zug nach vorne, massenweise Fehlpässe und eine gelbrote
Karte für Slawo Freier (den man auf der Anzeigentafel in „Slawa“
Freier umgetauft hatte) und schließlich noch der Sieg für Pauli nach...
natürlich...... wieder einem Standard und dem 2. Treffer von Schachten.
Somit war die Miniserie von 4 ungeschlagenen Spielen auch wieder
Geschichte.
Nach dem Spiel sind Lui, Michael und der Taxiflieger erneut in der
Kultkneipe neben dem Hotel Austria eingekehrt, wo sich bereits Pilsken,
Jürgen und sein alter HSV-Kumpel Eugen befanden, den er nach langer
Zeit im Stadion wieder getroffen hatte. Danach wieder ins
„Schweinsken“ zum Imbiss, wo auch Sigi D. und Stange ihren Hunger
bereits gestillt hatten.
Mit Gepäck am Mann waren wir schließlich noch in einer HSV-Fankneipe,
wo wir zusammen mit Eugen noch den Rest des HSV-Spiels in Köln
gesehen haben.
Per S-Bahn ging es dann zurück zum Hauptbahnhof Hamburg, wo wir
mit dem IC 2309 wieder Richtung Ruhrpott gefahren sind. Die Rückfahrt
schien kein Ende zu nehmen, die Temperaturen im Großraumwagen
kamen denen in einer Sauna sehr nahe und man hielt dann noch in
einer „Weltstadt“ wie Diepholz.
Um ca. 23.45 Uhr war ich wieder im „Biene Maja-Land“ und habe mich
vom Rest verabschiedet, der hoffentlich wieder wohlbehalten zuhause
angekommen ist.
Danke an alle Mitfahrer für eine gelungene Fanclubfahrt und nochmals
mein allerherzlichstes Beileid an Andre, der leider nicht mitfahren
konnte.
Schotti